Kardiovaskuläres Erkrankungsrisiko: Potenzprobleme als Vorbote

Ob das Herz im Alter schwächelt kann von vielen Faktoren abhängen. Zum einen spielen die Ernährung und die Bewegung sowie die allgemeine Fitness eine wichtige Rolle. Zum anderen kann der Körper gewisse Signale äußern, die darüber Aufschluss geben, ob ein Risiko besteht, an Herzkrankheiten zu leiden. Dabei sind es meist jene Signale, die zunächst nicht mit einer sogenannten kardiovaskulären Erkrankung in Zusammenhang gebracht werden. Bei Männern die an Potenzproblemen leiden, kann allerdings ein deutlicher Zusammenhang bestehen. Oft hat die erektile Dysfunktion nicht nur psychische Ursachen, sondern auch eine körperliche Vorgeschichte. Einhergehend mit dem Potenzproblem, leiden Betroffene an Durchblutungsstörungen. Auf diese Weise ist nicht nur das männliche Glied schlecht durchblutet. Es ist davon auszugehen, dass der gesamte Körper über eine schlechte Durchblutung verfügt. Dies stellt bereits den Nährboden für ein Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung dar. Potenzerkrankungen können, müssen aber nicht zwingend auf eine potenzielle Herzerkrankung schließen.

MESA-Studie mit überraschendem Ergebnis bei Herzerkrankungen

Die neueste MESA Studie zeigt auf, dass der Zusammenhang zwischen Potenzproblem und Herzerkrankung nicht nur fiktiver Natur ist, sondern auf medizinisch, wissenschaftlichen Tatsachen beruht. Die Studie des Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis kam zum Ergebnis, dass Patienten mit Potenzproblemen dazu neigen, ein doppelt so hohes Risiko zu besitzen, später einmal an einer Herzerkrankung zu leiden, als dies bei beschwerdefreien Männern der Fall war. Der umgekehrte Fall war bereits vor Start der Studie bekannt. So leiden Männer mit Herzerkrankungen häufig an Potenzproblemen. Doch auch als Vorbote lässt sich die Potenzproblematik nutzen, wie die MESA-Studie nun aufzeigt. 2000 Teilnehmer kamen für die Beobachtungsstudie zusammen und mussten sich den Tests unterziehen. Dabei kam heraus, dass selbst eine schwache Potenz das Risiko einer späteren Herzkrankheit erhöhen kann. Cholesterin lagert sich vorzugsweise in Blutbahnen ab. Dort führt es zu Verstopfungen. Wer eine Erektionsstörung hat, kann davon ausgehen, dass die Warnzeichen auf spätere Herzprobleme hindeuten. Patienten mit einer erektilen Dysfunktion sind laut der Studie also gut darin beraten, spätestens durch dieses Warnzeichen ihr Leben und ihre Ernährung komplett umzustellen. Umso schneller die Potenzprobleme erkannt und ernst genommen werden, desto höher besteht die Wahrscheinlichkeit dem Herzleiden frühzeitig entgegenwirken zu können. Potenzprobleme sollten aus diesem Grund auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Vor allem solche Potenzschwierigkeiten, die chronisch werden und lange andauern, müssen unter ärztliche Beobachtung gestellt werden.

Das Risiko für Potenzprobleme und Herzleiden steigt mit dem Alter

Ärzte sollten nicht nur der Behandlung der Erektionsstörung ihre Aufmerksamkeit schenken, sondern das allgemeine Krankheitsbild des Patienten auch künftig im Auge behalten. Nicht jeder Mann leidet an Potenzproblemen, doch mit zunehmenden Alter steigt das Risiko für erektile Dysfunktionen an und dementsprechend auch das Risiko, an einem Herzleiden zu erkranken. Vor allem die Gruppe der Männer ab 70 Jahren und darüber sind einem erhöhen Risiko ausgesetzt, denn hier besitzt fast jeder zweite Mann Potenzprobleme. Blutdruckwerte sowie Cholesterinwerte sind ebenfalls optimale Möglichkeiten, um das Risiko für ein Herzleiden zu erfassen. Trotz des erhöhten Risikos im Alter an Potenzproblemen zu leiden, sollten auch jüngere Patienten auf entsprechende Risiken für ein Herzleiden überprüft werden. Oft äußern sich Herzerkrankungen Jahre bis Jahrzehnte im Voraus, sodass der Mensch entsprechende Möglichkeiten besitzt, die Krankheit langfristig zu umgehen. Eine Umstellung des Ernährungsplans sorgt dafür, dass Betroffene das Risiko eines potenziellen Herzleidens abmildern können. Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, gelten als ideal, um vor Herzkrankheiten zu schützen. Zu finden sind Omega-3-Fettsäuren in Fischprodukten und Meerestieren. Auch Vollkornprodukte, Obst und Gemüse können dazu beitragen, das Herz langfristig zu schützen und dem Patienten mit dieser Art der Ernährungsumstellung zu helfen. Alles was die Blutdruck- und Cholesterinwerte sinken lässt ist von Vorteil.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top